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So enden wir

Daniel Galeras Roman So enden wir ist im März 2018 im Suhrkamp Verlag erschienen.
Die Orginalausgabe erschien unter dem Titel

Meia noite e vinte (Companhia das letras) in Brasilien.
Ich war wahnsinnig gespannt auf das Buch. Der Klappentext klang für mich direkt interessant.

Doch worum geht es  auf diesen 231 Seiten eigentlich?
Galera erzählt über die alten Freunde Aurora, Emiliano und Antero. Zwar haben sie sich in den letzten Jahren aus den Augen verloren, doch ein Schicksalsschlag führt alle wieder zusammen. Der vierte Teil des Quartetts Duque wird 2014 in Porto Alegre auf offener Straße ermordet.
Bei der Beerdigung sehen sie sich wieder und schwelgen nach und nach in Erinnerungen.


Sie waren Künstler, sie waren Punks, sie wollten „anders“ sein. Gemeinsam lebten sie sich Ende der Neunziger journalistisch aus, träumten von der Erfüllung in der Literatur und der ewigen Jugend.

Galeras Schreibweise hat mich schon auf den ersten Seiten direkt gepackt und begeistert, doch ehrlich muss ich sagen, dass die eigentliche Story irgendwie an mir vorbeigezogen ist.

Ich spüre mit unter die Emotionen, die Konflikte der Protagonisten, doch gleichzeitig bleiben sie mir wahnsinnig fern.

Die teilweise exzessiven sexuellen Erlebnisse und Phantasien bestimmen mir die einzelnen Kapitel zu stark. Ich weiß nicht, ob ich als Leser dadurch provoziert werden soll?
Soll ich mich voyeuristisch und unwohl fühlen, als würde ich durch ein Schlüsselloch schauen? Ich jedenfalls fühle mich nicht wohl beim Lesen, vielleicht bin ich da auch zu zart besaitet, aber mir ist das zu viel:


Zu viel Sex, zu viele Eskapaden und zu wenig Story.
Gerne hätte ich mehr erfahren über Aurora, Emiliano und Antero und vor allem über Duque:
Was war sein Geheimnis? Hatte er überhaupt eins?

Daniel Galeras Erzählstil gefällt mir dennoch unheimlich gut und vielleicht probieren Galera und ich es noch mal mit seinem Roman Flut, der 2015 erschienen ist.

Für So enden wir gibt es von mir 3 von 5 buchkonfettipunkten!!

So enden wir von Daniel Galera // Suhrkamp Verlag // ISBN: 978-3-518-42801-6



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