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Das achte Leben (Für Brilka)

Das achte Leben (Für Brilka) von Nino Haratischwili ist 2017 im Ullstein Buchverlag erschienen.

Mit knapp 1300 Seiten ein echtes Mammutwerk. Und genau das hat mich ehrlich gesagt am Anfang davon abgehalten dieses Buch zu beginnen und doch gleichzeitig irgendwie gereizt.

Im Klappentext sagt die Frankfurter Allgemeinen Zeitung : „…Haratschwili hat ein Buch geschrieben, das im Umfang maßlos ist, doch jeden Satz braucht.“ - und ja diese Sätze braucht der Roman wirklich alle.

Die Familiensaga beginnt im Jahr 1900 in Georgien und endet  2007 wieder in Georgien. Sie spielt in verschiedenen Ländern, durchlebt die einzelnen Generationen und beschäftigt sich detailliert mit dem Leben der einzelnen Familienmitglieder. Auf Seite 521 heißt es „Weil man ja die Dinge nacheinander erzählen muss, weil die Gleichzeitigkeit der Welt nicht in Worte zu fassen ist.“

Nino Hartschwili nimmt sich genau diese Zeit und beschäftigt sich in 7 Büchern mit der intimen Emotionswelt von Stasia, Christine, Kostja, Kitty,  Elene, Daria und Niza. Aufgeschrieben wird die ganze Geschichte für die Jüngste der Jaschifamilie. Für Brilka.

In teilweise erschreckender Brutalität durchlebe ich als Leserin die Höhen und Tiefen der Charaktere - schonungslos werde ich Zuschauerin dessen, was Menschen anderen Menschen antun und was es bedeutet Macht zu haben und die damit ausgelebte Legitimation derer. Gleichzeitig bekomme ich einen geschichtlichen Querschnitt Osteuropas, durchlebe die Zeiten der verschiedenen Machthaber, die guten und die schlechten Zeiten - und das alles als Beobachterin einer einzigen Familie.

Ich musste ehrlich gesagt nach der letzten Seite erst einmal tief durchatmen.

Der Roman ist überhaupt nicht ohne - und genau daher gibt es von mir eine unbedingte Leseempfehlung mit 5 von 5 buchkonfettipunkten!

Das achte Leben (Für Brilka) von Nino Haratischwili // Ullstein Buchverlage // ISBN: 978-3-548-28927-4



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