· 

Zwölf mal Juli


In ihrem Kurzoman Zwölf Mal Juli (erschienen 2015 im Diogenes-Verlag) erzählt Astrid Rosenfeld auf 156 Seiten ein Stück aus dem Leben der Schriftstellerin Juli.


12 - ist die leitende Zahl des Buches. In 12 Tagen soll Juli ihre große Liebe Jakob, der ihr das Herz gebrochen hat, wiedersehen. Genau in diesen Tagen trifft sie auf 12 unterschiedliche Menschen - Freunde, Familienmitglieder und Unbekannte. In 12 Kapiteln lerne ich nicht nur die Protagonistin Juli immer besser kennen, sondern entdecke mit ihr zusammen auch 12 weitere ganz eigenwillige Charaktere.

Sowohl Juli, als auch die anderen 12 sind mitten aus dem Leben gegriffende Persönlichkeiten - immer mit der richtigen Prise Skurrilität. Ich fühle beim Lesen mit Juli mit. Ich lache mit und manchmal über sie, ich schüttle den Kopf und erkenne  mich und andere Menschen in dem Buch wieder.

Juli hat viele kindliche Züge. Sie sucht nach Botschaften, sieht fast überall Zeichen und ist unheimlich getrieben von emotionaler Spontanität.

Auch die Erzählweise von Astrid Rosenfeld verläuft fast kindlich. Sie erzählt die Geschichte mit einer Menge an Gedankeneinschüben, die an „Neons unnützes Wissen“ erinnern. In jedem Kapitel finde ich Anekdoten und historische Fakten, die mit der eigentlichen Geschichte nicht viel gemein haben, aber doch ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern oder für einen kurzen Aha-Moment sorgen.

Meiner Meinung nach ein wunderbar kurzweiliges Buch, dass aber auch ein bisschen zu schnell schon wieder vorbei ist. Für mich hätte das Buch auch "Vierundzwanzig Mal Juli" heißen können.

Von mir gibt es für Zwölf Mal Juli von Astrid Rosenfeld 4 von 5 Buchkonfettipunkte.

 

Zwölf Mal Juli von Astrid Rosenfeld // Diogenes Verlag // ISBN 978 3 257 24367 3



Für alle, die buchkonfetti abonnieren möchten...




...auch bei Instagram und Facebook: